- Online Casinos Österreich
- Verantwortungsvolles Spiele
Verantwortungsvolles Spielen
Glücksspiel ist Unterhaltung, die Geld kostet – keine Möglichkeit, Geld zu verdienen. Wer das akzeptiert und sich vorher Grenzen setzt, behält die Kontrolle. Hier erfahren Sie, welche Werkzeuge es gibt und wie Sie sie nutzen.
Warum auf Dauer immer der Anbieter gewinnt
Jedes Casinospiel hat einen eingebauten Vorteil für den Anbieter. Die Auszahlungsquote (RTP) zeigt ihn: Ein Slot mit 96 % RTP behält rechnerisch 4 % aller Einsätze ein, gemessen über sehr viele Spielrunden.
Kurzfristig sind große Gewinne möglich, ebenso schnelle Totalverluste. Über längere Zeit nähert sich das Ergebnis aber der Quote an. Kein System, keine Strategie und kein „Gefühl für den Automaten“ ändert daran etwas.
Die wichtigsten Grundregeln
Nur Geld einsetzen, das Sie entbehren können. Planen Sie Glücksspiel wie einen Kinobesuch: als Ausgabe, die weg ist.
Nie mit geliehenem Geld spielen – auch nicht mit dem Überziehungsrahmen oder der Handyrechnung als Kredit.
Verluste nicht zurückholen wollen. Wer nachlegt, um einen Verlust auszugleichen, verliert meist mehr.
Gewinne nicht sofort wieder einsetzen. Lassen Sie sich Gewinne auszahlen, statt sie als neues Spielbudget zu sehen.
Nicht unter Alkohol, bei Stress oder schlechter Stimmung spielen. Dann fällt es besonders schwer, aufzuhören.
Glücksspiel löst keine Geldprobleme. Wer spielt, um Rechnungen zu bezahlen, sollte sofort aufhören und Hilfe suchen.
Budget und Einzahlungslimits
Legen Sie vor dem ersten Spiel fest, wie viel Sie pro Monat höchstens ausgeben wollen – und zwar unabhängig davon, ob Sie gerade gewinnen oder verlieren.
Fast alle seriösen Online-Casinos bieten Einzahlungslimits pro Tag, Woche oder Monat an. Sie finden sie meist im Kundenkonto unter „Verantwortungsvolles Spielen“ oder „Limits“. Bei vielen Anbietern wirkt eine Senkung sofort, während eine Erhöhung erst nach einer Wartezeit gilt – das schützt vor spontanen Entscheidungen.
Prepaid-Methoden wie Paysafecard helfen, das Budget einzuhalten. Die Zahlung per Handyrechnung dagegen macht Ausgaben erst Wochen später sichtbar. Wer sie nutzt, sollte die Summen regelmäßig im Kundenkonto des Mobilfunkanbieters prüfen.
Zeitlimits und Erinnerungen
- Setzen Sie vor jeder Sitzung eine feste Spielzeit und stellen Sie einen Wecker.
- Nutzen Sie Sitzungslimits und Erinnerungen („Reality Check“), wenn das Casino sie anbietet. Sie zeigen nach einer bestimmten Zeit an, wie lange Sie schon spielen und wie viel Sie gesetzt haben.
- Planen Sie spielfreie Tage fest ein.
Spielpause und Selbstsperre
| Werkzeug | Dauer | Wofür geeignet |
|---|---|---|
| Spielpause (Cool-off) | meist 24 Stunden bis einige Wochen | Kurzer Abstand, etwa nach einem Verlust oder in einer stressigen Phase |
| Selbstsperre | meist ab 6 Monaten bis dauerhaft | Wenn Sie merken, dass Sie die Kontrolle verlieren |
Eine Selbstsperre lässt sich während der Laufzeit in der Regel nicht aufheben – genau darin liegt ihr Schutz. Sie gilt derzeit nur bei dem Anbieter, bei dem Sie sie einrichten; eine zentrale Sperrdatei für alle Anbieter ist in Österreich geplant, aber noch nicht in Kraft. Mehr zu Sperren und Sperrsoftware finden Sie auf unserer Seite Spielsucht.
Bonusangebote realistisch einschätzen
Boni wirken großzügig, sind aber an Umsatzbedingungen geknüpft. Ein Beispiel: Bei 100 € Bonus und 45-facher Umsatzbedingung müssen Sie 4.500 € setzen, bevor Sie den Bonus auszahlen lassen können. Dazu kommen meist ein Maximaleinsatz pro Runde und eine Frist von wenigen Tagen.
Nehmen Sie einen Bonus nur an, wenn Sie die Bedingungen gelesen haben und ohnehin in diesem Umfang spielen wollten. Ein Bonus ist kein Grund, mehr einzuzahlen als geplant.
Schutz von Minderjährigen
Glücksspiel ist erst ab 18 Jahren erlaubt. Seriöse Casinos prüfen das Alter spätestens vor der ersten Auszahlung. Eltern können zusätzlich vorsorgen:
- Zugangsdaten zu Casino-Konten nicht im Browser speichern und Geräte mit Code sperren.
- Kinderschutzfunktionen nutzen, etwa Google Family Link oder die Bildschirmzeit auf Apple-Geräten.
- Zahlungsmittel wie Kreditkarten und die Bezahlung per Handyrechnung für Kinder-Geräte sperren lassen.
- Mit Jugendlichen über Glücksspiel sprechen – auch über Lootboxen und Glücksspiel-Elemente in Games.
Jugendliche und Eltern finden Rat bei Rat auf Draht unter der Nummer 147 oder auf rataufdraht.at. Tipps zu Jugendschutzeinstellungen, Filterprogrammen und Kostenfallen in Games bietet die Initiative Saferinternet.at; einen Überblick gibt auch das Amtsportal oesterreich.gv.at.
Kurzer Selbstcheck
Beantworten Sie diese Fragen ehrlich:
- Spiele ich länger oder mit mehr Geld, als ich mir vorgenommen habe?
- Versuche ich, Verluste durch weiteres Spielen auszugleichen?
- Verheimliche ich mein Spielen vor anderen?
- Denke ich auch im Alltag oft ans Spielen?
Wenn Sie eine dieser Fragen mit Ja beantworten, legen Sie eine Pause ein und lesen Sie unsere Seite Spielsucht. Einen ausführlicheren anonymen Selbsttest bietet das Finanzministerium an.
Was Smartbonus.at beiträgt
- Wir prüfen in jedem Testbericht, welche Spielerschutz-Werkzeuge ein Casino anbietet, und lassen das Ergebnis in die Wertung einfließen.
- Wir versprechen keine Gewinne und stellen Glücksspiel nicht als Einkommensquelle dar.
- Unsere Inhalte richten sich ausschließlich an Erwachsene.
Wie wir bewerten, lesen Sie in den Redaktionellen Richtlinien.
Offizielle Informationen und Hilfe in Österreich
Diese öffentlichen Stellen informieren verlässlich über Spielerschutz und helfen, wenn das Spielen zum Problem wird:
| Stelle | Was Sie dort finden | Link |
|---|---|---|
| Bundesministerium für Finanzen, Stabsstelle für Spielerschutz | Spielerschutz, Hilfsangebote, Beratungsstellen nach Bundesländern | Spielerschutz und Hilfsangebote |
| Bundesministerium für Finanzen | Anonymer Selbsttest „Bin ich gefährdet?“ | Selbsttest |
| Bundesministerium für Finanzen | Rechtliche Grundlagen des Glücksspiels in Österreich | Gesetzliche Grundlagen Glücksspiel |
| Öffentliches Gesundheitsportal Österreichs | Glücksspielsucht: Ursachen, Verlauf, Vorbeugung | gesundheit.gv.at |
| Sozialministerium (BMASGPK) | Spielsucht als Gesundheitsthema | Spielsucht |
| Telefonseelsorge – Notruf 142 | Krisenberatung rund um die Uhr, kostenlos, auch per Chat | telefonseelsorge.at |
| Rat auf Draht – 147 | Beratung für Kinder, Jugendliche und Bezugspersonen | rataufdraht.at |
| Saferinternet.at | Jugendschutz, In-Game-Käufe und Kostenfallen | saferinternet.at |
| Staatlich anerkannte Schuldenberatung | Hilfe bei Spielschulden | schuldenberatung.at |
| Spielsuchthilfe | Beratung und Therapie für Betroffene und Angehörige | spielsuchthilfe.at |
Über die geplante Reform des Glücksspielgesetzes mit zentraler Sperrdatei und betreiberübergreifendem Einzahlungslimit informiert das Finanzministerium. Alle Hilfsangebote mit Kontaktdaten finden Sie auf unserer Seite Spielsucht.